ETWAS GESCHICHTE

Donnerstag, 7. März 2019, 20:00 ist es wieder soweit: Die 38. Berner Fasnacht beginnt ! Während 3 Tagen verwandelt sich Bern in eine "närrische" Stadt. Verkleidete Gestalten und mitreissende Rhythmen begegnen uns überall.

Das war nicht immer so. Die älteste bekannte Nachricht von der Fasnacht stammt aus dem Jahre 1416. Die Fasnacht wurde jedoch nicht von allen gerne gesehen und von der Obrigkeit zum Teil geduldet, des öftern jedoch mit Verboten oder sogar Bussen bekämpft (s. Kasten). Mitte des 19. Jahrhunderts verschwand die Berner Fasnacht; der Zeitgeist, die Kirche, Missbräuche und die Tatsache das Bern inzwischen Bundeshauptstadt geworden war, sind einige Gründe.

Ein Aufleben der Fasnacht fand im Jahre 1982 durch einen Luzerner und zwei Bernern statt, als sie beschlossen, die Berner Fasnachtstradition wieder zu wecken. So sah man in den Anfängen nur ein paar kleine Guggenmusiken und einzelne "Verrückte", die einsam durch die Strassen zogen und versuchten, uns den Zauber der Fasnacht näherzubringen. Doch sie wurden nur befremdet angesehen und etwas belächlet. Niemand hätte gedacht, dass sie sich zu dem entwickelt was sie heute ist.

In der Zwischenzeit gehört die Berner Fasnacht zu einer der grössten in der Schweiz. Sie hat jedoch ihren eigenen Charme entwickelt und ist nicht zu vergleichen mit Basel oder Luzern. Getragen wird sie vom Verein Bärner Fasnacht, der zum Ziel hat, die fasnächtliche Kultur in der Stadt Bern zu fördern und zu pflegen. Der Verein zählt heute über 100 Einzelmitglieder und 50 Kollektivmitglieder, mehrheitlich Guggenmusiken, mit insgesamt über 1500 Aktiven.
Am Donnerstag beginnt das lustige Treiben mit der Bärenbefreiung um 20.00 h auf dem Bundesplatz. Dies ist der eigentliche Auftakt. Am Freitag ist die Kinderfasnacht rund um das Münster und am Samstag der grosse Umzug von der Gerechtigkeitsgasse bis zur Marktgasse. Jeden Abend wird "gässlet" und es finden viele verschiedene Maskenbälle statt.
 
Verbote gegen die Fasnacht

1416:
Gegen das Fleischbetteln vermummter Handwerksgesellen in Begleitung von Spielleuten sowie allgemein gegen das Verkleiden.
1472:
Gegen das Umherlaufen in Teufelskleidern.
1477:
Gegen das Tragen von Masken und ähnlicher Entstellungen, das Werfen von Jungfrauen in den Stadtbach sowie das Fasnachtsfeuer auf dem Kirchhof.
1517:
Gegen das Maskenwesen und Vermummen.
1524:
Gegen die Fasnacht.
1603:
Gegen den Mummenschanz der Knaben, die nicht mit schlichten Narrenkleidern umherziehen.

Quelle: Verein Bärner Fasnacht


Bäregrabe-Schränzer Bärn

Die Bäregrabe-Schränzer sind fast so alt wie die Neue Bärner Fasnacht. Zwölf begeisterte Fasnachts-Fans gründeten 1983 die Gugge, die erstmals an der Bärner Fasnacht 1984 dabei war. Als Sujet diente schon damals das Clowngesicht.

Aus der kleinen Gruppe hat sich in den letzten 36 Jahren eine Gugge von rund 55 Personen gebildet und 1995 entstand daraus der Verein. Bei uns sind auch Familien mit Kindern willkommen. Wir proben pro Jahr rund sieben mal Probelokal der AMBO Ostermundigen. Die Kostüme nähen wir selber - so ist die Vorfreude garantiert.

Die Bäregrabe-Schränzer sind nebst der Bärner Fasnacht auch an anderen Fasnachten rund um Bern, sowie an verschiedenen Anlässen durch das Jahr anzutreffen.

Das Sujet der 36. Bäregrabe-Schränzer-Fasnacht im Jahr 2019 ist noch nicht bestimmt, und wir würden es auch nicht verraten.

Updated 28.03.2007
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